Belastbares Sperrholz und Multiplexplatten

In der grossen Welt der Holzwerkstoffe gehört Sperrholz in seinen vielen Varianten zu den gefragtesten Platten. Das clevere Konstruktionsprinzip, mehrere Furnierlagen zu einem Werkstoff zu verleimen, produziert einen Plattenwerkstoff mit extrem hoher statischer Belastbarkeit. Gleichzeitig bietet Sperrholz bereits im Rohzustand eine ansprechende Naturoptik, sowohl auf der Oberfläche als auch an den Kanten. Je nach Qualität reichen die Einsatzgebiete vom einfachen Verpackungssperrholz bis hin zum anspruchsvollen Möbelbau. Ab einer gewissen Zahl an Furnierlagen spricht man von Multiplexplatten, allerdings ist diese Bezeichnung veraltet. Eine Spezialvariante sind Siebdruckplatten, bekannt für ihre typische dunkle Filmbeschichtung (nähere Hintergründe zum Aufbau von Sperrholz sowie zu Multiplex- und Siebdruckplatten im weiteren Textverlauf!).

Ihre lokalen Schweizer Holzhändler im HolzLand-Verbund bieten Ihnen aus langjähriger Tradition eine exzellente Kompetenz rund um das Thema Sperrholz: grosse Auswahl ab Lager, kundige Fachberatung sowie die passenden Serviceleistungen von Zuschnitt bis zur Lieferung!

Sperrholz: Werkstoff mit starken Vorteilen

  • Grosse Tragkraft bei geringem Gewicht
  • Geringe Verformungsneigung
  • Hohe mechanische Belastbarkeit
  • Hoher Verschleisswiderstand
  • Feuchtebeständigkeit
  • Geeignet für Brandschutzkonstruktionen und grossformatige Fassadenbekleidungen
  • Dekorative Vielfalt – verschiedene Beschichtungsmöglichkeiten
  • Einfach zu verarbeiten
  • Hohe Schraubfestigkeit
  • Perfekt für Leichtbau bei Laden-, Möbel- und Innenausbau
  • Grosse Bandbreite an Einsatzgebieten
  • Spezialvarianten: Multiplex, Betonschalungen, Biegesperrholz, Furnierschichtholz, Lasersperrholz, Flugzeugsperrholz, Siebdruckplatten, Stab-/Stäbchensperrholz („Tischlerplatten“), Sandwichplatten zur Schalldämmung (Verbundsperrholz) und mehr!

Sperrholz: zuverlässiger Werkstoff für verschiedene Anwendungen

Sperrholzplatten sind in Hinblick auf die Mengen nach Spanplatten der zweitwichtigste Plattenwerkstoff. Die hohe statische Belastbarkeit bei geringem Gewicht, verbunden mit einer niedrigen Verformungsneigung dank kreuzweise verleimter Furnierlagen, macht Sperrholz zu einem berechenbaren und leistungsstarken Holzwerkstoff. Filigrane 3 mm bis zu enorm robusten 50 mm Stärke sowie Plattengrössen bis zu stolzen 13.70 m x 2.80 m sind überzeugender Beleg für die Vielseitigkeit.

Verschiedene Holzarten bei Sperrholz

Die bei Sperrholz eingesetzte Holzart hat einen grossen Einfluss auf Eigenschaften und damit den Verwendungszweck der Sperrholzplatten. Im Folgenden die klassischen Holzarten für Sperrholz:

  • Birkensperrholz: Vermutlich die verbreitetste Sperrholz-Variante aufgrund der Kombination günstiger Holzeigenschaften mit den hohen Birkenwaldbeständen in den führenden Erzeugerländern wie z.B. Finnland oder Russland. Aufgrund der feinfaserigen gleichmässigen Struktur bietet die Birke exzellente Festigkeits-, Schäl- und Verleimungseigenschaften. Birkenholz ist zäh, elastisch und leicht – auch z.B. in Deutschland das meistverarbeitete Holz bei Sperrholz.
  • Buchensperrholz: Das harte feste Holz der Buche ermöglicht besonders belastbares und dimensionsstabiles Sperrholz. Die Optik ist sehr ansprechend. Einsatzgebiete sind Konstruktionen von Dach & Decke, Boots- und Fahrzeugbau sowie bei der Möbelherstellung.
  • Pappelsperrholz: Das Holz der Pappel ist sehr leicht (ca. 400 kg/m³) und trotzdem hoch belastbar. Es kommt im Möbelbau als edelfurnierte Trägerplatte und Fahrzeugbau als Wandverkleidung zum Einsatz. Auch Bastler und Heimwerker schätzen Sperrholz aus Pappel. Die Pappel wächst sehr schnell nach, was sie auch aus ökologischer Sicht zu einem attraktiven Holz macht.
  • Sperrholz aus Seekiefer: Die Seekiefer, welche vor allem von den Küsten des Mittelmeers und den europäischen Küsten des Atlantiks stammt, bietet aufgrund ihres Harzgehalts eine gute Beständigkeit gegen Feuchtigkeit. Seekiefer-Sperrholz ist dadurch ein gutes Verpackungsmaterial sowie ein gutes Betonschalungs-Holz. Auch für die Wand- und Deckenbeplankung wird es eingesetzt. Die Optik ist durchaus ansprechend.
  • Okoumé-Sperrholz: Dieses tropische Holz (auch als Gabun-Mahagoni bezeichnet) bietet ein besonderes Mass an Wasserfestigkeit. Zusammen mit einer wasser- und kochfesten Verleimung und einem klaren Bootslack kann es z.B. beim Bootsbau verwendet werden. Es wird gerne im Laden- und Fahrzeugbau eingesetzt aufgrund seiner guten Festigkeitswerte bei geringem Gewicht. Wenn das Gewicht jedoch keine allzu grosse Rolle spielt, wird in der Regel auf das günstigere Birkenholz zurückgegriffen.

Von Sperrholz mit Edelfurnier bis zur Siebdruckplatte

Der stabile Innenteil von Sperrholz kann mit unterschiedlichen Oberflächen veredelt werden. Für eine schöne Optik kann entweder ein Sperrholz mit passender Holzoberflächen-Qualität verwendet werden oder auch ein alternatives, edles Holzfurnier. Ihre HolzLand-Partner Schweiz bieten Ihnen je nach Standort eine exzellente Auswahl an Furnieren ab Lager. Bei Siebdruckplatten bzw. Sieb/Filmplatten bestehen die Aussenseiten aus einer feuchtigkeitsbeständigen Phenolharzbeschichtung. Die Siebseite ist rau, die Filmseite ist glatt. Siebdruckplatten werden z.B. als Fahrzeugboden verwendet. Film/Filmplatten mit beidseitig glatter Filmseite werden auch als mehrfach verwendbare Betonschalungen eingesetzt.

Kompetenz und bester Service: HolzLand Schweiz!

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Hintergrund-Informationen zu Sperrholz

Bei Sperrholz werden mindestens drei Furnierlagen verleimt, jeweils im rechten Winkel versetzt in Bezug auf den Faserverlauf. (Somit ist das Bewegungsverhalten „gesperrt“ – daher rührt auch der Begriff „Sperrholz“!). Bereits die alten Ägypter nutzten vor über 4000 Jahren dieses Prinzip. Die Verleimung der Furniere geschieht unter hohem Druck und Temperaturen um die 150 °C. Nach Abkühlung wird das Sperrholz besäumt, geschliffen und auf das gewünschte Mass zugeschnitten. Bei Multiplexplatten sind es mindestens fünf gleichstarke Furniere in der Mitte, ergänzt durch eine ober- und unterseitige Decklage. Möchte man bei Sperrholz eine höhere Biegsamkeit, werden unterschiedlich starke Furnierlagen verwendet („Biegesperrholz“ – optimalerweise mit Tropenhölzern wie Caiba oder Koto, welche ein geringes Gewicht aufweisen). Produktionstechnisch lassen sich prinzipiell fast beliebig viele Furnierlagen zu immer stärker belastbaren Sperrholzplatten kombinieren.

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